Aufsichtsrat für drei weitere Jahre gewählt

Mitglieder entschieden sich am Montagabend einstimmig für die Besetzung des fünfköpfgen Gremiums

Der neue, alte Aufsichtsrat der KSV: Dr. Hermann Langness, Prof. Dr. Walter Jonat, Gerd Lütje, Axel Hüsgen und Dr. Stefan Tholund (v.li.).
Der neue, alte Aufsichtsrat der KSV: Dr. Hermann Langness, Prof. Dr. Walter Jonat, Gerd Lütje, Axel Hüsgen und Dr. Stefan Tholund (v.li.).

Bei der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel wurden am Montagabend die Aufsichtsräte Dr. Stefan Tholund , Gerd Lütje, Dr. Hermann Langness, Prof. Dr. Walter Jonat und Axel Hüsgen einstimmig für weitere drei Jahre gewählt. Aus diesem Gremium der KSV zogen sich Jürgen Weber und Wolfgang Homeyer auf eigenen Wunsch zurück. Vorsitzender Dr. Stefan Tholund lobte sie als „loyale und konstruktive“ Wegbegleiter des Vereins. „Es hat den Aufsichtsrat immer ausgezeichnet, dass wir untereinander ein offenes Wort miteinander gepflegt, nach außen aber mit einer Stimme gesprochen haben.“ Der Aufsichtsrat ist damit satzungsgemäß mit fünf Personen besetzt. Die Verschlankung, so die Begründung des Wahlausschusses, würde dieses Gremium noch handlungsschneller machen.

Rund 90 der mittlerweile knapp 3000 Mitglieder waren im VIP-Bereich des Holstein-Stadions gekommen, um neben den Berichten aus den verschiedenen Abteilungen auch Neuigkeiten von Fabian Wohlgemuth zu hören. Der Geschäftsführer Sport, mittlerweile neben Steffen Schneekloth (Präsident) und Wolfgang Schwenke (Kaufmännischer Geschäftsführer) Mitglied im Präsidium der KSV, blickte noch einmal auf seinen Start in Kiel zurück. Die damalige Situation, so Wohlgemuth, sei „einmalig im deutschen Profifußball“ gewesen.
Zur Erinnerung: Mit Sportchef Ralf Becker (Hamburger SV), Trainer Markus Anfang (1. FC Köln) und den Spielern Marvin Ducksch (Fortuna Düsseldorf), Rafael Czichos und Dominick Drexler (beide 1. FC Köln), die allesamt in der Vorsaison für die „kicker-Elf“ des Jahres nominiert worden waren, hatten den Zweitliga-Aufsteiger Schlüsselfiguren in allen Bereichen verlassen. Anfang Juni 2018, so Wohlgemuth, habe die  KSV lediglich zwölf Profis unter Vertrag gehabt, zum Saisonauftakt seien es auch erst 17 gewesen. „Ich möchte mich an dieser Stelle beim Aufsichtsrat für das Vertrauen bedanken, das uns vom ersten Moment an entgegengebracht worden ist.“ Mit „uns“ meinte Wohlgemuth auch Trainer Tim Walter, der wie er selbst erst in der vergangenen Sommerpause an Bord der KSV gegangen war. Gemeinsam stellten sie eine Mannschaft auf die Beine, die eine sensationelle Saison als Sechster beendete und bis zum 31. Spieltag sogar noch vom Aufstieg in die Bundesliga träumen durfte. „Wir haben auf den zweitjüngsten Kader der Liga gesetzt und werden dieser Philosophie auch zukünftig treu bleiben.“
Wohlgemuth lobte ausdrücklich die „norddeutsche Gelassenheit“,  mit der seine Präsidiumskollegen und der Aufsichtsrat diese schwierige Phase begleitet haben. „Diese Art hat eine sehr stabilisierende Wirkung.“ Dr. Stefan Tholund sprach davon, dass es für ihn und seine Kollegen im Gremium die „größte Herausforderung seit Gründung des Aufsichtsrates vor zwölf Jahren“ gewesen sei. „Wir sind im vergangenen Jahr den unorthodoxen Weg gegangen und haben erst den Trainer und dann den Sportlichen Leiter verpflichtet.“ Beide, so Tholund weiter, seien „Glücksgriffe“ gewesen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Fabian Wohlgemuth auch als Mitglied im Präsidium gewinnen konnten. Wir sind sehr überzeugt von seiner Arbeit.“
Mit großem Interesse verfolgten die Mitglieder auch den Bericht von Wolfgang Schwenke, der das Zahlenwerk der Saison 2017/18 vorstellte. Der Kaufmännische Geschäftsführer sprach von einer „wirtschaftlich sehr erfolgreichen Saison“. Möglich gemacht habe diese unter anderem die Anschaffung der LED-Bande, die dem Verein zusätzliche Werbeflächen ermöglicht habe.
Abschließend wurden mit Bernd Sehm, Peter Schwark (beide seit 40 Jahren im Verein) und Manfred Ledwolk (25) verdiente Mitglieder von Dr. Thorsten Neumann, dem Vorsitzenden des Traditionsclubs, geehrt.    

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