Auf Erlebnisreise in die zweite Liga?

Durchmarsch der Würzburger Kickers?

Anfang des 20. Jahrhunderts war Franken die deutsche Fußballhochburg. 100 Jahre später sorgen Klubs wie der 1.FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth wieder für Furore – und haben Unterstützung bekommen. Die Würzburger Kickers liebäugeln nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer mit dem Durchmarsch in die 2. Bundesliga.

In Würzburg ist längst vergessen, wie sich nach vier Spieltagen allmählich Missmut in Würzburg breitmachte. Vier Spiele, kein Sieg, nur ein eigener Treffer. Platz 15. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern richtete sich auf ein Jahr Abstiegskampf ein. Seitdem hat sich der Klub stetig nach oben gearbeitet. Insbesondere nach der Winterpause. Noch vor dem feststehenden Aufsteiger Dynamo Dresden und dem ebenso aussichtsreich platzierten FC Erzgebirge Aue sind die Kickers das beste Rückrundenteam. 2016 setzte es nur eine Niederlage, ein 0:1 in Erfurt. Zwei Spieltage vor Saisonende bedeutet das Rang drei, den Relegationsplatz und damit die Möglichkeit nach zwei Play-Offs mit 16. aus der 2. Bundesliga die Spielklasse zu tauschen. 

Zweitbeste Defensive 

Wie man einen Spitzenplatz belegen kann, ohne Möglichkeiten wie Dynamo Dresden zu haben, das beweisen in dieser Saison gleich zwei Klubs. Erzgebirge Aue und eben die Würzburger Kickers. Die Devise lautet: Der Abwehrbeton muss dicht halten. Da macht es auch nichts, wenn es vorne mal nicht so häufig klingelt. Die Sachsen (21) und die Franken (24) kassierten mit Abstand die wenigsten Gegentreffer. Mit Bernd Hollerbach steht in Würzburg ein Experte mit Praxiserfahrung im Toreverhindern an der Seitenlinie, der aus seinem Stolz über das Geleistete keinen Hehl macht. „Die Aufmerksamkeit, die wir nun bekommen, können wir genießen. Die haben wir uns hart erarbeitet“, sagt der 46 Jahre alte Trainer.

Auf Erfolgswelle 

Der große Vorteil des letztjährigen Regionalligisten ist die Sorglosigkeit. Die Würzburger Kickers schwimmen auf der Erfolgswelle und haben nichts zu verlieren. „Jedes Spiel ist für uns ein Erlebnis, das wir gerne mitnehmen“, sagte Hollerbach unlängst. Druck wollte der Chefcoach gar nicht erst aufkommen lassen. Dabei bekam nahezu jeder Drittligist zu spüren, wie unangenehm die Kickers zu bespielen sind. In Kiel drehte Würzburg einen 0:1-Rückstand (Eigentor Kurzweg, 19. Minute) noch in einen 2:1-Erfolg (Daghfous, 29., und Jabiri, 74.). Am Samstag wäre ein erneuter Dreier gegen die Störche ein Türöffner. Der FWK hätte die Nachfolge der KSV sicher, die im letzten Jahr in der Relegation am TSV 1860 München scheiterten. Verliert zeitgleich Aue (vier Punkte Vorsprung), wäre am letzten Spieltag in Magdeburg sogar ein Endspiel um den direkten Aufstieg möglich. 

 

Anfahrt 
Mit dem Auto:
Mittlerer Dallenbergweg 49, 97082 Würzburg (Strecke: 610 km, Fahrtzeit: 6 Stunden)

Parkplätze für Gäste:
Auf dem Parkplatz „Am Dallenberg“ gibt es 230 Stellplätze (3 Euro). 

Mit der Bahn:
Vom Würzburger Hbf erreichen sie die Flyeralarm Arena problemlos mit den Straßenbahnlinien 3 (Richtung Heuchelhof) und 5 (Richtung Rottenbauer). Von der Haltestelle "Dallenbergbad" beträgt der Fußweg zum Stadion ca. 500 Meter. Die Eintrittskarte ist als Fahrschein drei Stunden vor Spielbeginn bis drei Stunden nach Spielende gültig!

Eintrittspreise:
Stehplatz ab 13 Euro (ermäßigt 11 Euro), Sitzplatz ab 24 Euro (ermäßigt 21 Euro). Tickets sind hier zu buchen.

 

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