Holstein ärgert Aufstiegskandidaten

Holstein Kiel - Erzgebirge Aue 3:0 (2:0)

Holstein Kiel ärgert den Tabellenzweiten. Vor 4.417 Zuschauern gewannen die Störche gegen Erzgebirge Aue mit 3:0. Bereits vor dem Seitenwechsel bog die Neitzel-Elf durch Treffer von Mathias Fetsch (17.) und Manuel Janzer (35.) auf die Siegerstraße und fuhr nach der Entscheidung durch Marc Heider (89.) am Ende hochverdient den Dreier ein. Die KSV fügte mit dem 3:0 der besten Defensive der 3. Liga die zweithöchste Saisonniederlage zu.

Trainer Karsten Neitzel musste acht Verletzte und eine Gelbsperre kompensieren und änderte seine Startelf zum 1:2 der Vorwoche gegen Energie Cottbus viermal: Dominik Schmidt, Denis-Danso Weidlich, Manuel Janzer und Mathias Fetsch standen zum Anpfiff auf dem Rasen. 

Die Störche zeigten von der ersten Sekunde weg ein völlig anderes Gesicht als noch vor einer Woche gegen Cottbus. Die Gäste wirkten überrascht vom aggressiven Pressing der KSV, die nach zwei Gelegenheiten durch Manuel Schäffler mit dem dritten Streich in Führung gingen. Fabian Schnellhardt riss mit einem öffnenden Pass auf Patrick Kohlmann den Auer Abwehrriegel auseinander und die Flanke nagelte Mathias Fetsch per Kopf unhaltbar unter die Latte (17.). Die Kieler Offensive entschied das Spiel in doppelter Manier: Viele Ballgewinne und ein weiteres Tor: Schäffler wurde elfmeterreif gefoult, doch Manuel Janzer war hellwach, setzte nach und netzte aus sechs Metern zum 2:0 (35.). 

Nach dem Seitenwechsel war der Tabellenzweite gefordert. Doch die KSV-Defensive machte alles richtig und hielt die Erzgebirgler weit vom Tor von Robin Zentner fern. Bereits nach einer Stunde hatte FCE-Trainer Pavel Dotchev das Wechselkontingent erschöpft. Ohne Ertrag. Holstein war weiter am Drücker und dem dritten Tor näher: Calogero Rizzuto holte einen Fetsch-Abschluss noch von der Linie (68.). Aue warf weiter alles nach vorne, so hatte Holstein Platz zum Kontern. Einen nutzte „Joker" Marc Heider (89.) nach perfekt getimten Zuspiel von Saliou Sané zum Endstand.

Stimmen nach dem Spiel

Mathias Fetsch: „Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns. Es war ein super Spiel, wir haben es gut angenommen nach einer schweren Woche nach den zwei Niederlagen und bei unseren Verletzungssorgen. Wir haben hochverdient gewonnen.“

Tim Siedschlag: „Wir können gegen jeden gewinnen, egal ob aus den oberen oder unteren Tabellenregionen. Man muss sich immer erst reinkämpfen, dann kommt das Fußballerische.“

FCE-Trainer Pavel Dotchev: „Holstein Kiel hat heute absolut verdient gewonnen. Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, die Zweikämpfe nicht angenommen. Die Kieler waren gut aufgestellt. Wir haben zu kompliziert gespielt, Holstein einfach. Und wir haben es ihnen leicht gemacht. In der zweiten Halbzeit war unsere Leistung dann in Ordnung.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „Wir haben nach der sehr guten Runde 2014/15 in dieser Saison einige Tiefen erlebt – an dieser Stelle ein Riesenkompliment an alle, vor allem an die Zuschauer, wie wir die Situation gemeistert haben. Wir haben einen sehr guten Gegner vernünftig bespielt. Diese Leistung und Leidenschaft müssen wir in die letzten Spiele transportieren. Ein großes Dankeschön an die Zuschauer und ein Kompliment an die gesamte Mannschaft.“

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Schmidt, Weidlich, Kohlmann – Schnellhardt, Siedschlag, Kegel (81. Nyarko), Janzer (67. Heider) – Fetsch, Schäffler (74. Sané). Trainer:  Neitzel
Erzgebirge Aue: Männel – Handle (56. Köpke), Susac, Riedel, Rizzuto – Tiffert, Riese – Soukou, Kvesic (46. Samson), Skarlatidis (61. Adler)– Wegner. Trainer: Dotchev
Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf)
Tore: 1:0 Fetsch (17.), 2:0 Janzer (35.), 3:0 Heider (89.)
Zuschauer: 4.417

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