Auch Cheruskerfürsten können kicken

6 Fakten zum Gegner DSC Arminia Bielefeld

Der Name: Der Deutsche Sportclub Arminia Bielefeld e. V. ist ein Bielefelder Sportverein, der neben Fußball die Sportarten Hockey, Eiskunstlauf, Billard und Rollstuhlsport anbietet. Derzeit hat Arminia Bielefeld rund 11.900 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Schwarz, Weiß und Blau. Der Vereinsname leitet sich vom Cheruskerfürsten Arminius ab, der den Römern im Jahre 9 n. Chr. in der Varusschlacht mit der Vernichtung von drei Legionen eine ihrer verheerendsten Niederlagen beibrachte.

Historie: Bundesweit bekannt ist der Verein durch seine Fußballabteilung, die erfolgreichste in Ostwestfalen-Lippe. Die erste Herrenmannschaft spielte 17 Jahre lang in der Bundesliga, zuletzt von 2004 bis 2009. Seit dem Aufstieg 2015 spielt sie in der Zweiten Liga. Aufgrund ihrer vielen Auf- und Abstiege gilt die Arminia als Fahrstuhlmannschaft. In den Jahren 1978 (Nord), 1980 (Nord) und 1999 sicherte sich Bielefeld die Zweitliga-Meisterschaft. Dreimal erreichten die Bielefelder das Halbfinale des DFB-Pokals. In der Ewigen Tabelle der 1. Bundesliga belegt die Arminia den 23. Platz.

Bundesliga-Skandal: 1972 erlebte Bielefeld das schwärzeste Kapitel seiner Historie. Der DFB verurteilte die Arminia wegen erwiesener Bestechung in fünf Fällen zum Zwangsabstieg in die höchste Amateurliga. Die Bundesligasaison 1971/72 durfte die Mannschaft zwar noch zu Ende spielen, jedoch wurden alle Spiele nur für die Gegner gewertet.

Das Stadion: Heimspielstätte des Vereins ist seit 1926 die „Bielefelder Alm“. Das Stadion hat eine Kapazität von 26.515 Plätzen, davon sind 18.510 Sitzplätze und 8.005 Stehplätze. Alle Tribünen sind überdacht. Seit 2004 trägt das Stadion den Namen SchücoArena, nachdem der gleichnamige Bauzulieferer die Namensrechte am Stadion erwarb.

Die Jahrhundertelf: Zum hundertsten Vereinsjubiläum im Jahre 2005 wurde von den Fans die „Arminia-Elf des Jahrhunderts“ gewählt. Dabei wählten über 5000 Fans nicht nur eine Mannschaft (Torwart, drei Abwehrspieler, vier Mittelfeldspieler, drei Stürmer), sondern auch die dazugehörige Ersatzbank und den Trainer (siehe Foto). Torwart Wolfgang Kneib hält den Rekord für die meisten Ligaspiele. Zwischen 1980 und 1993 spielte er 370 Mal in der Bundesliga, 2. Bundesliga und Oberliga. Während seiner 13 Jahre erzielte er drei Tore per Elfmeter.

Das letzte Duell: Ein überaus brisantes Duell mit Holstein Kiel erlebte Arminia Bielefeld im Endspurt der Drittliga-Saison 2014/15. Arminia verspielte in einer starken Partie gegen den Tabellenzweiten aus Kiel in der letzten Minute den so sicher geglaubten Sieg verspielt. Erst in der 90. Minute machte Patrick Breitkreuz die 2:1-Führung der Arminen zunichte. Die rund 2.000 mitgereisten KSV-Fans feierten Karneval auf der Alm. Die Tore in diesem sehenswerten Spiel vor ausverkauftem Haus schossen Tim Siedschlag (3.), David Ulm (10., Handelfmeter), Fabian Klos (31.) sowie Patrick Breitkreuz (90.). Arminia stieg am Ende der Saison auf, Holstein scheiterte in der Relegation am TSV 1860 München.

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