Fetsch unhaltbar - Dreier für die KSV

Holstein Kiel - VfR Aalen 1:0 (1:0)

Holstein Kiel landet einen wichtigen Sieg gegen den Tabellennachbarn VfR Aalen. Den 1:0-Erfolg vor  4.238 Zuschauern machte Mathias Fetsch perfekt, der mit einem unhaltbaren 17 Meter-Schuss ins lange Eck  (40.) in einem durchschnittlichen Spiel den Unterschied ausmachte.

Nach dem 0:0 der Vorwoche bei den Stuttgarter Kickers musste Holstein-Trainer Karsten Neitzel den Ausfall von Willi Evseev kompensieren. Für den Mittelfeldstrategen begann Maik Kegel. 

Es waren 20 Minuten gespielt, als Neitzel von seiner Bank hochschoss: „Jetzt wacht endlich auf!“ Seine Elf war überhaupt noch nicht im Spiel und wäre wenig später sogar mit 0:1 in Rückstand, hätte das Leder bei der Flanke des Aaleners Markus Schwabl nicht zuvor die Grundlinie mit vollem Umfang überquert. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und gewannen mehr Zweikämpfe. Und so musste sich Robin Zentner beim 20-Meter-Schuss von Geriet Wegkamp erstmals strecken (29.). Immerhin hielten die Störche den VfR sonst vom eigenen Tor fern und schlugen kurz vor der Pause eiskalt zu: Marc Heider attackierte stark die Gästedefensive, das Leder prallte zu Mathias Fetsch, der per Beinschuss unhaltbar ins lange Eck abschloss (40.). 

Trotz der Pausenführung sah Neitzel Handlungsbedarf und wechselte mit Tim Siedschlag und Manuel Schäffler frische Kräfte ein. Die Kieler wirkten jetzt etwas griffiger als vor dem Seitenwechsel, fanden aber keinen Weg zum gegnerischen Tor. Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware. Dominick Drexler verfehlte volley das Kieler Tor (69.). Auf der anderen Seiten warfen sich Markus Schwabl und Keeper Daniel Bernhardt in die Bälle von Maik Kegel und Fetsch (76.). Bernhardt parierte auch einen Flatterball von Siedschlag stark (85.). Der eingewechselte Mika Ojala vergab mit einem 18-Meter-Freistoß die beste Aalener Gelegenheit (87.). Dann war Schluss, die KSV feierte drei wichtige Punkte und entfernte sich weiter vom Tabellenkeller.

Stimmen nach dem Spiel

Mathias Fetsch: „Drei Punkte und gewonnen, auch wenn es spielerisch nicht so war, wie wir es uns vorgenommen haben. Fußballerisch war es nicht das, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben. Es war ein dreckiger Sieg, der gut tut. Die drei Punkte sind auf dem Konto und später fragt keiner mehr nach dem Wie.“

Robin Zentner: „Am Ende zählt der Sieg. Wir haben es spielerisch nicht ganz so gut gemacht, wie in den Woche zuvor. Fetschies Ding war ein ganz wichtiges Tor zu einem ganz wichtigen Sieg.“

Uwe Stöver (Geschäftsführer Sport): „Wir können aufgrund des Ergebnisses zufrieden sein. Ich muss aber auch sagen, dass es von den sechs Spielen, seit dem ich hier bin, spielerisch am wenigsten überzeugend war.“

Roland Reime (Präsident Holstein Kiel): „Es war nicht eines der besten Spiele von uns, aber wir haben drei Punkte geholt und können mit mehr Schwung nach Rostock fahren.“

VfR-Trainer Peter Vollmann: „Wir haben ein Spiel gesehen, das in der ersten Halbzeit spielerisch an uns gegangen ist, die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Es was ein Unentschieden-Spiel, in dem wir aber den entscheidenden Fehler gemacht haben. Das ist sehr ärgerlich für uns. Wenn man gegen den Abstieg spielt, sind diese individuellen Fehler entscheidend.“

KSV-Trainer Karsten Neitzel: „So ist Fußball manchmal.Wir haben in den letzten zwei Wochen sehr gut gespielt und schlechte Ergebnisse erzielt. Heute haben wir schlecht gespielt, aber ein gutes Ergebnis erzielt. Es ist schön, so ein Spiel mit wenig Torchancen nach Hause zu kämpfen. Wir wissen aber, dass wir uns extrem steigern müssen, um aus Rostock Punkte mitzunehmen.“

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann – Lewerenz, Wirlmann (46. Siedschlag), Kegel (89. Weidlich), Schnellhardt – Heider (46. Schäffler), Fetsch. Trainer: Neitzel.
VfR Aalen: Bernhardt – Welzmüller, Barth (82. Müller), Neumann, Menig – Schwabl, Kotzke (71. Ojala) – Drexler, Kartalis – Wegkamp, Morys. Trainer Vollmann.
Schiedsrichter: Mix (Abtswind)
Tor: 1:0 Fetsch (40.)
Zuschauer: 4.238

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