Holstein geht auf Nummer sicher

Fußball-Drittligist erhöht nach Pyro-Vorfällen die Kontrollen bei den Heimspielen

Die KSV Holstein bittet ihre Zuschauer, zum Heimspiel gegen Werder Bremen II (Sonnabend, 14 Uhr) rechtzeitig anzureisen. Nach den Vorfällen beim Punktspiel gegen den VfL Osnabrück, als auf der Westtribüne Pyro-Technik eingesetzt und auf der Haupttribüne eine Knallrakete explodierte, verstärkt der Fußball-Drittligist seine Sicherheitskontrollen.

Auch wenn die Täter bislang noch nicht identifiziert werden konnten, gehen die Verantwortlichen der KSV davon aus, dass sie der „Sektion Spielsucht“ angehören. Für diese Fangruppierung hat der Verein deshalb ein kollektives Hausverbot ausgesprochen. Der Sicherheitsdienst der Störche wird dafür sorgen, dass Personen, die eindeutig dieser Gruppierung zuzuordnen sind, das Holstein-Stadion nicht betreten dürfen. Gleiches gilt für Zuschauer, die sich mit entsprechenden T-Shirts, Jacken oder Bannern eindeutig zur „Sektion Spielsucht“ bekennen. Die KSV geht inzwischen davon aus, dass der harte Kern der „Sektion Spielsucht“ aus rund 20 Personen besteht, von denen einige bereits bundesweit in Fußballstadien gesperrt sind. Anfänglich waren diesem Fan-Klub 50 bis 70 Personen zugeordnet worden, eine Zahl, die sich mittlerweile als zu hoch erwiesen hat. „Es handelt sich nur um einen sehr, sehr kleinen Kreis“, sagt Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV.

Schwenke bietet Dialog an

„Das Gros der Fans unterstützt uns auf sehr sympathische Art und Weise.“ Vorfälle wie die am 16. September dürften sich, so Schwenke, aber auf keinen Fall wiederholen. „Ich hoffe, dass die Zuschauer deshalb Verständnis dafür aufbringen, dass wir unsere Einlasskontrollen verschärfen werden.“ Der „Sektion Spielsucht“, die im Gegensatz zu anderen Gruppierungen nicht an den regelmäßigen Fanrats-Sitzungen mit Vertretern der KSV Holstein teilnimmt, bietet Schwenke den Dialog an. „Uns wäre es auch lieber, keine Kollektivstrafe aussprechen zu müssen, schließlich handelt es sich um Einzeltäter. Aber aktuell haben wir im Interesse der Sicherheit aller Zuschauer keine andere Alternative gesehen.“     

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