"Aktionismus verbietet sich"

Holsteins neuer Präsident Steffen Schneekloth im Gespräch

Steffen Schneekloth ist neuer Präsident von Holstein Kiel. Das gab der Aufsichtsrat des künftigen Zweitligisten am Pfingstmontag bekannt. Im persönlichen Gespräch gibt der 53-jährige Rechtsanwalt und gelernte Bankkaufmann Auskunft über Perspektiven, Amtshandlungen und Wünsche.

Herr Schneekloth, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Aufgabe als KSV-Präsident. Wie groß sind die Fußstapfen, die Roland Reime Ihnen hinterlassen hat?
Steffen Schneekloth: Roland Reime hinterlässt sehr große Fußstapfen. Diese auszufüllen wird sicher nicht leicht sein. Roland Reime hat Holstein Kiel zehn Jahre lang hervorragend vertreten und durch seine hohe Sach- und Sozialkompetenz auch innerhalb des Vereins ein hohes Maß an Ausgleich geschaffen.

Mit welchen Perspektiven geht die KSV in die Zukunft?
Der Verein ist sehr gut aufgestellt. Wolfgang Schwenke hat den Verein in den letzten zehn Jahren vollständig neu strukturiert und zukunftsfähig gemacht. Die KSV Holstein hat auf allen Ebenen tolle und verlässliche Mitarbeiter. Das Nachwuchsleistungszentrum funktioniert ausgezeichnet und wird in Zukunft sicherlich den einen oder anderen Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen in die 1. Mannschaft überführen können. Ralf Becker und Markus Anfang werden die Mannschaft für die kommende Saison mit Neuzugängen derart ergänzen, dass sie in der 2. Bundesliga wettbewerbsfähig sein wird und dabei die mannschaftliche Geschlossenheit, die ein Garant für den Aufstieg war, erhalten bleiben wird.

Was sind Ihre ersten Amtshandlungen?
Ich meine, dass sich an dieser Stelle irgendein Aktionismus verbietet. Wie bereits geschildert, ist der Verein durch die handelnden Personen und Mitarbeiter sehr gut aufgestellt. Daher werde ich zunächst versuchen, mir einen noch tieferen Überblick zu verschaffen, um die Strukturen und Abläufe innerhalb des Vereins noch besser kennenzulernen. Zudem möchte ich in der Stadion-Frage nähere Einblicke als bisher erhalten.

Welche Wünsche haben Sie?
Ich wünsche mir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern im Verein und hoffe, von dort die notwendige Unterstützung für eine Mitarbeit im Verein zu erhalten. Sportlich wäre der Verbleib in der 2. Bundesliga zum Ende der Saison 2017/18 ein großer Wunsch und für den Verein ein weiterer Meilenstein und die Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Schneekloth, und Ihnen im Amt des Präsidenten viel Erfolg!

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